R.D. Miloš RABAN starb

R. D. Doc. PhDr. Ing. Miloš RABAN, Th.D., Priester der Diözese von Leitmeritz, Pfarrer in Raspenava (Raspenau) und Administrator excurrendo in Hejnice (Haindorf) und Mníšek u Liberce (Einsiedel), starb nach einer schweren Krankheit am 7. Januar 2011 im Kreiskrankenhaus in Liberec (Reichenberg).
Veröffentlicht: 12. 1. 2011 13:10

Mons. Jan Baxant, Bischof von Leitmeritz, liest das Requiem am Montag, dem 17. Januar 2011 um 13 Uhr in der Basilika Mariä Heimsuchung in Haindorf. Anschließend werden die Gebeine des Verstorbenen in die Gruft in der Basilika bestattet.

Miloš Raban wurde am 20. Juni 1948 in Kryštofovo Údolí u Liberce (Christofsgrund) als der älteste Sohn von insgesamt drei Kindern geboren. Das Abitur schloss er am Gymnasium in Jičín ab und studierte System-Engineering an der Technischen Universität in Prag. Dann arbeitete er im Forschungsinstitut für Arbeitsschutz bis 1977. In demselben Jahr ging er auf die Empfehlung vom Kardinal František Tomášek nach Italien. Dort studierte er Theologie und Philosophie zuerst an der Lateranuniversität und den Titel des Doktors erhielt er an der Päpstlichen Universität Gregoriana. Aufgrund einer außerordentlichen päpstlichen Erlaubnis war er am 9. November 1985 in der Basilika Santa Maria Maggiore in Rom zum Priester geweiht und für die Diözese von Leitmeritz bestimmt. In den Jahren 1985 – 1990 war er in Frankfurt am Main tätig. Vom Bischof Josef Koukl wurde er 1990 gebeten, in seine Geburtsdiözese zurückzukehren. Vom September 1990 bis zu seinem Tod war er in Raspenau und in Haindorf tätig.

Dank seines Einsatzes und Bestrebens gelang es, das ehemalige Franziskanerkloster in Haindorf zu sanieren und Anfang 2001 das Internationale Zentrum der geistlichen Erneuerung, dessen Leiter er war, zu eröffnen.

Seit 1995 war er an der Technischen Universität in Reichenberg tätig. In den Jahren 2005 – 2008 bekleidete er das Amt des Dekans an der Fakultät für Naturwissenschaft, Sozialwesen und Pädagogik. Zugleich lehrte er an der Universität in Hradec Králové (Königgrätz). Für viele Jahre war er Vorsitzende der Tschechischen Gesellschaft für katholische Theologie. In den Jahren 1996 – 2003 war er als Sekretär der Plenarversammlung der katholischen Kirche in der Tschechischen Republik tätig. Ebenfalls war er ein langjähriges Mitglied des Militärischen und Hospitalischen Ordens des Heiligen Lazarus von Jerusalem.

Im Rahmen der Diözese war er viele Jahre als Bischofsvikar für Kirchenschulwesen und Ausbildung, als Mitglied des Priesterrates und des Konsultorenkollegiums tätig.

Weitere Informationen: Jana Michálková, Pressesprecherin des Bistums Leitmeritz michalkova@dltm.cz