Volle Basilika in Hejnice verabschiedete sich von P. Raban

Am Montag 17. Januar 2011 fand die letzte Verabschiedung von dem verstorbenen R. D. Doc. PhDr. Ing. Milošem Rabanem, Th.D., dem Pfarrer in Raspenava (Raspenau) und Administrator excurrendo in Hejnice (Haindorf) und Mníšek bei Liberec, der nach schwerer Krankheit am 7. Januar 2011 in dem Kreiskrankenhaus in Liberec (Reichenberg) starb. Der Hauptzelebrant des Bestattungsgottesdienstes war der Bischof von Litoměřice (Leitmeritz) Jan Baxant.
Veröffentlicht: 19. 1. 2011 18:45

Litoměřice (Leitmeritz) / Hejnice (Haindorf): An dem Bestattungsgottesdienst von R. D. Doc. PhDr. Ing. Milošem Rabanem, Th.D. am 17. Januar 2011 von 13.00 Uhr nahmen seine nahen Verwandte, Mitarbeiter des Internationalen Zentrums der geistlichen Erneuerung in Hejnice (Haindorf) und Pfarrleute, Bischof von Leitmeritz Jan Baxant, Prager Erzbischof Dominik Duka OP, der Vorsitzender der Tschechischen Bischofskonferenz (TBK), Pilsner Bischof František Radkovský, Bischof Ladislav Hučko, Generalsekretär der TBK, Erzbischof Diego Causero, der Apostolischer Nuntius in der Tschechischen Republik, der Abt von Želiv Klöster Bronislav Ignác Kramár, akademische Gemeinde der Technischen Universität in Liberec (Reichenberg), der Hauptmann des Landesbezirks Liberec (Reichenberg), Mgr. Stanislav Eichler mit seiner Mitarbeiter und eine große Zahl von Studenten teil. Die Vertreter des Militärischen und Hospitalischen Ordens des Heiligen Lazarus von Jerusalem und des Ritterordens des Heiligen Wenzels fehlten nicht. Mit dem verstorbenen P. Raban kamen sich Priester und Diakonen nicht nur aus der Diözese von Litoměřice (Leitmeritz) aber auch aus den anderen böhmischen und mährischen Diözesen und auch Priester aus Polen und Deutschland und hunderte Gläubigen zu verabschieden.

Bischof Jan Baxant hat am Anfang seiner Homilie an die Persönlichkeit von P. Raban mit Hilfe von Worte einer seinen ehemaligen Mitarbeiterin erinnert: "Er war der Typ von Priester, den alle gerne mochten, Gläubigen und Nichtgläubigen bedeutete er viel und sie wandten sich an ihn mit allem Möglichem und Unmöglichem und er löste alles mit einer sicheren Leichtigkeit und ohne Stress, wie bei einem Spiel am Piano, bei dem einem nichts und niemand aus der Ruhe bringt. Aber auch in ernsten Angelegenheiten wickelte er die Gespräche witzreich, mit Einsicht und kompetent ab." Aus den häufigen gemeinsamen Gesprächen hob Bischof ein für P. Raban sehr lebendiges und charakteristisches Thema hervor: "Wir müssen alles dafür tun, damit die christlichen Werte allen Privatpersonen in einer intelligenten und großzügigen Weise zugänglich gemacht werden, damit sie sich gegebenenfalls und sachte dafür öffnen, wie unfassbar Gott und wie anziehend Christus, Gottes Sohn ist." Zum Schluss seiner Ansprache betonte Bischof, dass P. Raban "ein weites und unruhiges Herz besaß, weil es nicht wankelmütig war. Er war ein Priester, der ein ungeheures lebendiges Interesse an jedem einzelnen Menschen hatte“. 

Von der internationalen Dimension der Persönlichkeit von P. Raban zeugte auch, dass die Fürbitten in fünf Sprachen (in Deutsch, Polnisch, Tschechisch, Sorbisch und Franzözisch) gehalten wurden. Vor dem Ende der Heiligen Messe hat sich der Rektor der Technischen Universität in Liberec (Reichenberg) Prof. Dr. Ing. Zdeněk Kůs, für die Tschechische Gesellschaft für die katholische Theologie ihr Vizepräsident Dr. Ing. Eduard Krumpolc, CSc., Th.D. und im Namen der hiesigen Pfarrleute Herr Jan Mrňávek von P. Raban verabschiedet.

Rektor Kůs hat anerkannt, dass "ein Mensch des geistlichen Lebens sich dem akademische Leben anschloss". Dr. Krumpolc hat hervorgehoben, wie viel Bedeutung P. Raban der Theologie für den Dienst der Kirche und der Gesellschaft verstand, was sich seiner Worte nach in der Zahl seiner Publikationen und Monografien und durch die Gründung der Tschechischen Gesellschaft für die katholische Theologie und ihre Eingliederung in die internationale Zusammenarbeit auswirkte. Jan Mrňávek erinnerte sich an die Ankunft von p. Raban in die Pfarrei und an sein direktes Verhältnis mit einzelnen Pfarrleuten.

Nach dem Gottesdienst wurde der Körper des Verstorben in die Krypta der Basilika in Hejnice (Haindorf) gelegt.

 

Lebenslauf

R.D. Miloš Raban wurde am 20. Juni 1948 in Kryštofovo Údolí (Christofsgrund) bei Liberec (Reichenberg) als der älteste Sohn von insgesamt drei Kindern geboren. Das Abitur schloss er am Gymnasium in Jičín ab und studierte System-Engineering an der Technischen Universität in Prag. Dann arbeitete er im Forschungsinstitut für Arbeitsschutz bis 1977. In demselben Jahr ging er auf die Empfehlung vom Kardinal František Tomášek nach Italien. Dort studierte er Theologie und Philosophie zuerst an der Lateranuniversität und den Titel des Doktors erhielt er an der Päpstlichen Universität Gregoriana. Aufgrund einer außerordentlichen päpstlichen Erlaubnis war er am 9. November 1985 in der Basilika Santa Maria Maggiore in Rom zum Priester geweiht und für die Diözese Litoměřice (Leitmeritz) bestimmt. In den Jahren 1985 – 1990 war er in Frankfurt am Main tätig. Vom Bischof Josef Koukl wurde er 1990 gebeten, in seine Geburtsdiözese zurückzukehren. Vom September 1990 bis zu seinem Tod war er in Raspenava (Raspenau) und in Hejnice (Haindorf) tätig.

Dank seines Einsatzes und Bestrebens gelang es das ehemalige Franziskanerkloster in Haindorf zu sanieren und Anfang 2001 das Internationale Zentrum der geistlichen Erneuerung, dessen Leiter er war, zu eröffnen.

Seit 1995 war er an der Technischen Universität in Liberec (Reichenberg) tätig. In den Jahren 2005 – 2008 bekleidete er das Amt des Dekans an der Fakultät für Naturwissenschaft, Sozialwesen und Pädagogik. Zugleich lehrte er an der Universität in Hradec Králové (Königgrätz). Für viele Jahre war er Vorsitzende der Tschechischen Gesellschaft für katholische Theologie. In den Jahren 1996 – 2003 war er als Sekretär der Plenarversammlung der katholischen Kirche in der Tschechischen Republik tätig. Ebenfalls war er ein langjähriges Mitglied des Militärischen und Hospitalischen Ordens des Heiligen Lazarus von Jerusalem. Im Rahmen der Diözese war er viele Jahre als Bischofsvikar für Kirchenschulwesen und Ausbildung, als Mitglied des Priesterrates und des Konsultorenkollegiums tätig.