Mons. Jan Vokál ist der neue Bischof der Diözese Königgräz

03. 03. 2011
Heute, am 3. März 2011, hat Papst Benedikt XVI. Mons. Jan Vokál  als bereits 25. Bischof von Königgräz ernannt. Der neu ernannte Bischof von Königgräz wird das Amt im Sinne der entsprechenden Bestimmungen des Kodexes des kanonischen Rechtes spätesten in vier Monaten antreten.

Mons. JUDr. Ing. Jan Vokál, JU.D. wurde am 25. September 1958 in Hlinsko in Böhmen als zweites von drei Kindern des Ehepaars Jan und Anna Vokál geboren. Er wuchs in einer christlichen Familie auf, die ersten Sakramente empfing er in der örtlichen Pfarrgemeinde zur Geburt der Jungfrau Marie. Nach dem Absolvieren der Elektrotechnischen Gewerbeschule in Pardubice studierte er an der Elektrotechnischen Fakultät der Tschechischen Technischen Hochschule in Prag und erhielt im Jahre 1983 sein Diplom im Fach der Technischen Kybernetik (Ing.).

In September 1983 ging er nach Rom, wo er das Päpstliche Kolleg Nepomucenum antrat. An der Päpstlichen Lateranuniversität studierte er Philosophie und Theologie. Am 3. Juli 1988 ernannte ihn in Ellwangen (Rottenburg-Stuttgart, Deutschland) Bischof Jaroslav Škarvada zum Diakon für die Diözese Königgräz, aus der er stammt. Danach war er ein Jahr als Diakon in der St. Dominic Pfarrgemeinde (Northfield) und an der St. Thomas Universität (Erzdiözese St. Paul-Minneapolis, USA) tätig. Zum Priester wurde er von Papst Johannes Paul II. am 28. Mai 1989 in der Petersbasilika im Vatikan geweiht.

In den Jahren 1989 bis 1990 diente er als Pfarrvikar in der Epiphaniaskirche (Kirche der Offenbarung Christi, Diözese Peoria, USA) und am 1. Oktober 1991 trat er in den Dienst des Staatlichen Sekretariats (Abteilung für Allgemeine Angelegenheiten) im Vatikan, wo er bis heute arbeitet. Er studierte Utroque Jura an der Päpstlichen Lateranuniversität in Rom, wo er im Jahre 2005 das Lizenziat und im Jahre 2008 den Doktortitel erlangte. Er besitzt ein Diplom der Kongregation für Gottesdienst und Sakramente (er studierte Eherechtssachen, 1991–1992) und ein Diplom der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse (er studierte Postulate der Causen, 2004–2005). Im Jahre 2009 absolvierte er erfolgreich ein Rigorosum im Fachbereich Verfassungsrecht an der Karlsuniversität in Prag und erhielt den Titel Doktor der Rechte (JUDr.).

In den Jahren 1992–2005 war Jan Vokál der persönliche Sekretär von Kardinal Corrado Bafile. Im Jahre 2005 wurde er von Papst Benedikt XVI. Koadjutor der kanonischen Domkapitel der Päpstlichen Basilika von Santa Maria Maggiore in Rom ernannt, wo er bis jetzt seinen Priesterdienst ausübt. In den Jahren 1995, 1997 und 2009 war er Mitglied der päpstlichen Delegation bei den Pastoralbesuchen des Heiligen Vaters in der Tschechischen Republik. Im Jahre 1997 wurde ihm der Titel des "Kaplans seiner Heiligkeit" und im Jahre 2007 der Titel "Päpstlicher Prälat" verliehen. Am 28. September 2005 reihte ihn Bischof Dominik Duka OP unter die Ehrkanoniker des Kathedralkapitels des Heiligen Geistes in Königgräz ein. Am 3. März ernannte ihn der Heilige Vater zum Bischof von Königgräz.

Mons. Jan Vokál spricht Englisch und Italienisch, passiv beherrscht er außerdem Deutsch, Polnisch und Russisch.